Die Badestellen an den Seen

Badestellen gibt es nur am Großen Seddiner See. In der Orientierungshilfe sind die Standorte eingezeichnet. Jedes der Seedörfer hatte und hat eine eigene Badestelle. Die Kähnsdorfer Badestelle ist gleichzeitig auch die Badestelle von Fresdorf. Zur Kähnsdorfer Badestelle rechne ich auch das dahinter liegende Waldgelände mit einem Zeltplatz. Zur Neuseddiner Badestelle das sich anschließende Waldgelände für Dauerzeltler. Die Badestellen am Großen Seddiner See wurden und werden auch vor allem von Kindern von weiter entfernten Orten bis zur Stadt Beelitz genutzt. Der Ortsteil Bergheide von Wildenbruch hatte ebenfalls eine eigene kleine Badestelle. Mit dem Bau und der Einzäunung des Golfplatzes war kein direkter Zugang zu dieser Badestelle für die „Bergheider“ mehr möglich. Diese Badestelle gibt es nicht mehr.

Die Badestellen befinden sich dort, wo der Übergang vom Land in den See flach verläuft außer bei der Badestelle von Seddin. Somit liegen diese ausnahmslos im Mittelteil des Großen Seddiner Sees zwischen den beiden Engen. Vor allem auf den Postkarten von Seddin wurde und wird fast immer mit Abbildungen der Badestellen geworben.

Postkarte mit Badestelle Neuseddin und Seddin

Auf dem rückseitigen Postkartentext heißt es: „1 und 2 Am Seddinsee“. Aktuelle Fotos der Badestellen sind nicht mehr geeignet für Postkarten wie die folgenden Ausführungen und Fotos beweisen!

Foto Siegfried Paul
Badestelle Wildenbruch im Jahr 2020

Die Sandfläche im Vordergrund war einmal eine Feuchtwiese. Vor 60 Jahren gab es nur Wiesengrün und daran anschließend gleich die Seeuferkante. Die alte Seegrenze verlief ungefähr in der Mitte der Sandfläche. Hinter dem Baum rechts befand sich eine Seerosenkolonie. Bei Wikipedia ist sie beschrieben als „Unter den Schwimmblattpflanzen waren vor allem in der Wildenbrucher Bucht Weiße Seerosen und Gelbe Teichrosen vertreten“. Der rechte Schilfstreifen der Wildenbrucher Bucht – von der Badestelle aus gesehen – ist bis zur Seeenge am Rötberg trockengefallen.

Foto Siegfried Paul
Badestelle Wildenbruch vom See aus

Dieses Bild ist von der Seeseite der Wildenbrucher Badestelle aufgenommen. Auf diesem Bild ist rechts noch ein gesunder Schilfbestand zu sehen. Links auf dem Bild ein vertrockneter. Die folgenden Fotoaufnahmen stammen von der Kähnsdorfer Badestelle.

Fotos Siegfried Paul
Je Teilansicht der Kähnsdorfer Badestelle

Vor 60 Jahren war auch hier eine Feuchtwiese und der Übergang zum See ohne Sandstreifen. Die Seekante war noch hinter dem Volleyballnetz. Der Sand wurde erst später aufgebracht. Es ist der einzige Badestrand am Großen Seddiner See mit Eintrittsgeldern. Neben einer sanitären Einrichtung und Umkleidekabinen sind auch Getränke und ein kleiner Imbiss im Angebot. Der Badestrand wirbt mit einer eigenen Homepage.1  

Fotos: Siegfried Paul,
Badestelle Neuseddin

Die Fotos sind aus den Jahren 2017, 2018 und 2020. Auf keinem der Fotos ist die alte Seekante von vor 60 Jahren zu sehen. Es war mal alles See, was auf den Fotos zu sehen ist. Welcher Kontrast zu dem linken, oberen Bild auf der am Anfang gezeigten Postkarte!

Foto Siegfried Paul, Seddiner Badestelle

Die Uferkannte von vor 60 Jahren ist auf dem Foto nicht zu sehen. Sie ist noch weiter rechts. Bei der Seddiner Badestelle ist der Übergang vom Land in den See nicht flach gewesen. Die natürliche Brandungskehle von vor 60 Jahren gibt es nicht mehr. Diese Badestelle wirbt ebenfalls mit einer eigenen Homepage.2

Eine weitere Austrocknung des großen Seddiner Sees würde vor allem den Mittelteil zwischen den beiden Engen treffen. Damit sind alle vier Badestellen unausweichlich betroffen. Die Attraktivität der Badestellen wird immer weiter abnehmen. Im schlimmsten Fall müssen sie aufgegeben werden. Siehe auch den Abschnitt Nachhaltigkeit.

1 Strandbad Kähnsdorf am Seddiner See
2 Badestelle Seddin Seddiner See

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